21. Januar 2012 – 15:33 | von zuegeln
Schöne zuegeln Bilder:
bananas

Bild von twicepix
bananenschachtel
Entsorgung

Bild von habi
Eltern zügeln, ich hab’ meinen Doktortitel, das alte Unizeugs vom Estrich des Elternhauses kann ins Altpapier…
Prayer

Bild von h.koppdelaney
Prayer
Thank you.
HKD
Falls Mystik interessiert:
Danke
Weihnachten ist in den christlichen Ländern ein traditionelles Volksfest, das am Wendepunkt des Lichtes, das heißt im Zusammenhang mit der Wintersonnenwende gefeiert wird. Die Tage werden ab dem 21. Dezember wieder länger und was liegt näher, als diese Rettung vor der endgültigen Finsternis einer Lichtgottheit zuzuschreiben. Das Licht wird geboren und die Geburt der Lichtgottheit Jesus Christus wird in den Gotteshäusern der Kirchen mit Predigten und Andachten sowie gegenseitigen Geschenken gebührend gefeiert.
Es ist aus meiner Sicht schlussfolgerichtig, dass parallel zu den volkstümlichen und heidnischen Gebräuchen, das christliche Ritual der Geburt des Gottessohnes gefeiert wird.
Wird von einem Menschen für eine genügend lange Zeit versucht, die christlichen Gebote einzuhalten, wird er seine natürlichen Triebe zügeln und aus dem inneren Konflikt zwischen den Ansprüchen der Tiernatur und der Instanz ihrer Verweigerung genau das wachsen, worum es wirklich geht: Bewusstheit und schließlich Weisheit. Wissen und Bewusstsein wurden und werden stets mit dem Tag, der Sonne und dem Licht assoziiert. Die Nacht gehört der Unwissenheit und der triebhaften Leidenschaft.
Die mystische Sicht spricht im Zusammenhang mit Licht und Christus auch von Christus-Bewusstsein, womit der Bewusstseinszustand des Herzens gemeint ist. Das Herz akzeptiert innen wie außen die Gegensätze und vereint sie schließlich in sich selbst. Der herzliche Mensch beurteilt die Welt nicht mehr aus der Sicht der reinen Vernunft, sondern nimmt sich selbst als unvernünftig – weil ambivalent – und emotional – weil ablehnend und begierig – wahr. Das Bewusstsein der Toleranz ist aus Erfahrung und Erkenntnis entstanden. Akzeptanz, Toleranz, Bewusstheit, Klarheit des Geistes. Strahlendes Licht.
Und rituell wird zu Weihnachten die Geburt des Lichts gefeiert. Der kindliche Mensch wächst aus der Dunkelheit dem Wissen und der Bewusstheit, dem Licht entgegen. Er weiß das noch nicht, darum erscheint es mir angebracht und richtig rituell der Geburt des heiligen Lichtes zu gedenken und dieses andächtig zu feiern. Auf diese Weise wird eines Tages erkannt, welch hohem Wert dem Bewusstsein (Licht) zukommt.
Dieses Bewusstsein ist die Quelle des Lebens, ist das Zuhause, die ersehnte Heimat und gleichzeitig ein sehr freundlicher, angenehm entspannter Bewusstseinszustand. Das Licht führt durch Ordnung, Wissen und Disziplin aus den höllischen Feuern leidenschaftlicher Emotionen in den Himmel distanzierter Welt- und Selbstbetrachtung und schließlich in die goldene Mitte, in einen paradiesischen Zustand, der sich dadurch auszeichnet, dass Verstand und Gefühl nicht mehr gegeneinander sondern miteinander in Harmonie arbeiten.
Als Kind mag es angebracht sein zu beten: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe…“ Im Verlauf der wachsenden Bewusstheit mag der angehende Erwachsene oder Mystiker erkennen: „Das Licht wurde in mir geboren…“
Ich bin auf dem Weg ins Licht. Daran erinnere ich mich nicht nur an einem Fest wie Weihnachten. Doch zu Weihnachten wird der Weg in das eigene Erwachen, in das eigene Licht mit dem Aufstellen und dem Entzünden von Kerzen gefeiert. Da mache ich doch gerne mit – auch mit einem kleinen Dankgebet.
HKD
Digital Art, own resources – Praying child – from an old painting
HKD
Tags: Photos, Schöne, zuegeln